Freitag, 21. August 2009

Von Mission Beach ueber das Cape York nach Cairns

So. Da kommt nun der versprochene Bericht. Leider doch wieder ohne Bilder, irgendwie ist hier in Cairns doch kein USB-Anschluss zu finden - jedenfalls hier im Vorort wo wir wohnen nicht...

Also: Nach Mission Beach sind wir die Kueste hochgefahren. Direkt an Cairns vorbei, haben einen Kurzbesuch in Port Douglas gemacht und sind dann durch den Daintree-Regenwald ans Cape Tribulation gefahren. Ab da hiess es dann mal wieder track fahren: Den Bloomfield Track gings uber Wujal Wujal nach Cooktown, wo wir die Nacht auf einem Campingplatz verbracht haben. Nachts gags ziemlich dicken Regen, so dass ich am naechsten Tag erstmal bei der Visitor Information nachgefragt habe, ob die Strecke zum Cape ueberhaupt passierbar ist. Die Antwort war: JA! Also sind wir losgefahren.
Von Cooktown gings etwa noch 140km geteerte Strasse ueber Lakeland nach Laura, ab dort dann Offroag weiter. Die Strasse war eigentlich in einem sehr guten Zustand, aber wir wussten ja noch nicht, was uns weiter oben erwartet...
Nachdem wir so gut voran kamen (90km/h gingen fast ueberall), haben wir es bis zum Archer River Roadhouse geschafft. Dort haben wir noch ne Runde Kniffel gespielt - wie immer - und sind - wie immer - ziemlich frueh ins Bett...
Vom Archer River Roadhouse gings dann noch etwas holpriger bis zur Bramwell Junction, wo sich der Bypass und die Telegraph Road trennen. Der eigentliche Track begann direkt neben dem Roadhouse und wir waren gespannt, ob wir den ersten Creek ueberhaupt schaffen, nachdem uns andere reisende erzaehlten, dass der nicht leicht ist. Franci haette dort (am Palm Creek) auch am liebsten sofort umgedreht. Es ging ueber dicke matschige Felsen und Holzstaemme in eine Matschkule und an der anderen Seite genauso wieder hoch. Aber Susi und ich haben gedacht: Wer nichts riskiert, der nicht gewinnt. So bin ich dann mit dem Duschmaster den creek runtergerutscht, aber es ging erstaunlich gut!!! Wir haben nichtmal an den Felsen aufgesetzt...
Nach 5 Kilometern und 10 Minuten (ja, er wurde rau!), kam der naechste Creek. Diesmal mit schoen Wasser drin. Da direkt vor mir ein anderer Wagen da durch gefahren ist, hab ich mir das obligatorische Durchlaufen vorher gespart und bin einfach hinterher. Das Wasser ging fast bis zu den Fenstern, aber auch das war fuer unsere Duschmaster scheinbar das reine Vergnuegen (gut, wer schnorchelt nicht gerne...) :)
Nach diesem Creek kamen ein paar harmlosere, dafuer wurde die Strasse immer schlechter. Mittlerweile passte natuerlich nur noch ein Auto auf den Weg und gelegentlich war die vertikale Schraeglage des Autos etwas sehr unheimlich. knapp 45 Grad waren das bestimmt an einigen Stellen. Franci hat sich dann immer die Augen zugehalten :)
Teilweise waren grosse Felsen auf dem Track, die es rauf und runterzuklettern galt, riesige Loecher, in die man besser nicht reinfaehrt und ab und zu schoenen Matsch.
Wir sind aber dennoch gut voran gekommen und waren am fruehen Nachmittag am Gunschot Creek angekommen (zwischendurch noch Emus gejagt mitm Auto, die auf den Track kamen). Zum Glueck waren dort noch andere Reisende und zusammen mit denen habe ich ausbaldowert, wie ich den Duschmaster denn heile da runter bekomme. Es gab drei Moeglichkeiten einfach senkrecht ins Wasser zu fallen, die schienen uns aber etwas zu riskant. Gerade der Baum am anderen Ufer des Creeks, an dem lauter Teile hingen, die Leute hier verloren hatten, machte ein etwas mulmiges Gefuehl. Franci und Susi waren auch irgendwo zwischen Abenteuerlust und Krise! ;) Schliesslich habe ich mich fuer die leichteste Moeglichkeit entschieden - 15m Felsen in Schraeglage hinunterfahren oder rutschen, dann hinten mit dem linken Rad in die Luft, waehrend das vordere rechte aus der Luft auf den Boden muss. Klingt kompliziert, wenn der Wagen aber erstmal rutscht, laesst sich da eh nix mehr aufhalten. Also einfach rein ins Vergnuegen und gucken, was passiert, sind ja andere zum Helfen da, falls es nicht gut geht. Aber wieder hat der Duschmaster ganze Arbeit geleistet! Wir haben zwar mal wieder da Nummernschild verbogen, aber sonst gings problemlos! Ha!
Nach dem Gunshot kam noch der Cockatoo Creek, der ziemlich tief und steinig war. Nach Ablaufen der Route im Wasser haben wir aber auch den bezwungen und sind schliesslich an den Eliot/Twin Falls angekommen, wo wir unser nachtlager aufbauten. Nach einem Bad am Abend sind wir wieder frueh ins Bett.
Am naechsten Morgen sind wir dann nochmal durch zwei Creeks auf den Bypass gefahren und dann ueber die Jardine River Ferry nach Bamage und Seisia. Die Orte waren langweilig und teuer, also schnell weiter zum Cape York. Dort haben wir die obligatorischen Fotos gemacht und sich dann schon auf den Weg zurueck zu den Falls. Auf dem Weg lagen noch 2 Flugzeugwracks von 1945, die damals im Regenwald abgestuerzt waren. Ganz interessant, sowas mal zu sehen. Ueber die Faehre gings wieder zurueck zu den Falls, wo wir die naechsten zwei Tage verbringen wollten. Am Campground stellten wir dann fest, das wir die Halterung hinten an unserem zweiten Tank verloren hatten. Zum Glueck war der Tank nicht auch abgefallen, das haette boese enden koennen. Mit dem Zeltnachbar hab ich das notduerftig mit ner Kette geflickt und wir wollten dann nach Weipa fahren (ne Bergbaustadt an der Westkueste des Capes), wo man einen U-Bolzen besorgen koennte, der das ganze wieder flickt. Wir haben trotzdem noch den zweiten Tag in den Wasserfaellen geplanscht und sind erst tags darauf los in Richtung Weipa. Doch hier kommt ja immer alles anders als man denkt. Nach ein paar Kilometern Strecke, hab ich die Kette am Tank nochmal gecheckt und war nicht wirklich zufrieden, durch geruettel hatte die sich etwas gesetzt und drohte irgendwann abzufallen. Waehrend ich noch unterm Auto lag, hielten zwei andere Fahrzeuge an - drin sassen 3 Leute der CocaCola Company und hatten zufaellig ein Loesung in Form eines Metallstueckes und 2 Bolzen parat. Dazu gabs kalte Cola und Energydrinks! :) Super!
Wir sind dann wieder zum Archer River Roadhouse gefahren und nicht nach Weipa. Zwischendurch gabs noch nen Platten (sowas mach ich aber noch Oodnadatta in 10 Minuten), den uebrigens wieder mal ein Zeltnachbar am Archer River Roadhouse geflickt hat... Einfach toll!
Uebers Hann River Roadhouse und den Danbulla NP sind wir die letzten Tage dann nach Cairns gefahren, wo Susis Eltern grad zu Besuch sind. Zusammen mit ihrem Papa hab ich noch ein paar Maengel am Auto behoben und nun gehts bald frisch nach darwin...

Seid alle lieb gegruesst!
Thomas

Mittwoch, 19. August 2009

Cape York

Juhuu! Wir leben noch!!! ;) Sind grad zurueck in Cairns, nach einer tollen Tour zum Cape York. Gerade kann ich aus zeitgruenden nicht so viel schreiben, aber das hole ich die Tage mit Fotos und Videos alles nach!
Unser Auto ist grad beim RACQ fuer nen Check, muss naemlich mal wieder kontrolliert werden. Hat sich den Old Telegraph Track super geschlagen (zu dem Fraser im Vergleich ein Kindergeburtstag war!), ist Felsen runtergeklettert, durch Fluesse gefahren und hat dabei nur ne Tankaufhaengung verloren und nen Platten gehabt. Konnten wir alles vor Ort flicken, aber sicher ist sicher. Wer schonmal Bilder sehen will, wo der Duschmaster lang ist, googelt mal den Track oder Gunshot Creek. Da wirds so einige Bilder geben...
Die naechsten Tage sind wir hier in cairns, dann gehts weiter nach Darwin.
Ich meld mich aber morgen oder uebermorgen ganz ausfuerhlich.
Liebe gruesse! Thomas

Sonntag, 9. August 2009

Ueber Fraser und Brisbane wieder in die Sonne

Hallo zusammen!

Wir haben uns ja schon lange nicht mehr hier gemeldet, also hoechste Zeit, euch mal auf den neuesten Stand zu bringen. Gleich vorab: Hier kann ich leider keine Bilder hochladen...
Also: Gerade sind wir in Mission Beach (suedlich von Cairns) und geniessen die Sonne! Hier ist es endlich mal so richtig warm, nachdem es im Sueden von Queensland nachts doch noch sehr frisch war (Decke im Schlafsack war noetig...). Angekommen sind wir hier gestern und bleiben noch ein bisschen. Der Campground hier ist naemlich spitze: Direkt am Meer und nur 15 Dollar fuer uns drei!!! Der Hammer! Weil Cairns arschteuer ist, bleiben wir hier und machen den Wagen fit fuers Cape York, was als naechstes aufm Plan ist. Es steht auch nur der faellige Oelwechsel und Oelfilterwechsel an, also nix besonderes...

Nach den Whitsundays, wo wir alle auch Fallschirm springen waren, sind wir nach Fraser Island gefahren und haben dort 4 Tage verbracht. War echt wunderschoen!!! Nachts im Regenwald geschlafen, tagsueber ueber Sand- und Felsenpisten geklettert und schoen den Inselhighway (der Strand) befahren. Der Duschmaster hat auch alles mit Leichtigkeit mitgemacht, so dass wir ohne grosse Sorgen zum Cape York fahren koennen.

Nach Fraser haben wir in Brisbane gestoppt, wo meine Mum ins Flugzeug nach Deutschland gestiegen ist. Susi, Franci und ich sind dann nach Town of 1770/Agnes Water gefahren und haben dort auf Lara und Jann gewartet. Beim Warten haben wir nen Surfkurs gemacht (Schnupperkurs - 2 Std.) und es auch alle aufs Brett geschafft! Das ist schon ziemlich cool!!!

Mit Lara und Jann waren wir 3 Tage im Deepwater NP, der ist suedlich von Agnes Water und haben dort auf nem Bushcampground direkt hinter den Duenen gecampt. Da war fast nix los und wir mussten den riesigen Strand nur gelegentlich mit 2 Anglern teilen... Wirklich huebsch da!!!

Anschliessend gings dann in Richtung Mission Beach (Stopps in Carmila und Cardwell), wo wir dann nun jetzt den Strand und die Sonne (30 Grad!!!) geniessen!!

Ich schau mal, wann wir uns wieder melden koennen - am Cape York und auf dem Weg dahin wirds kaum Internet geben.

Seid alle lieb gegruesst und hier noch ein Herzlichen Glueckwunsch an Johannes und Nadine zur Hochzeit!!!!

Thomas